
Der Tagbogen der Sonne wird im Juli wieder kleiner und die Aufgangszeiten verschieben sich von 5.15 Uhr zum Monatsbeginn auf 5.45 Uhr am Monatsletzten. Die Sommerabende verkürzen sich ebenso um eine halbe Stunde. Am 31. Juli verlässt unsere Sonne die Himmelsbühne um 21 Uhr.
Am 6. Juli erreicht die Erde mit etwa 152 Millionen Kilometern ihren größten Abstand zur Sonne.
Die Dämmerung ist auch im Juli noch lang, deshalb bedarf es etwas Geduld, um die ersten Sterne am Abendhimmel zu sehen. Dafür wird man mit zahlreichen hellen Sternen belohnt. In Richtung Westen strahlt der hellrötliche Stern Arktur im Sternbild Bärenhüter, deutlich höher sind die Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Altair im Adler zu sehen. Die genannten drei Sterne bilden ein ausgedehntes Sommerdreieck, das sich um Mitternacht hoch über uns erstreckt. Der Schwan scheint mit ausgebreiteten Flügeln die Milchstraße entlang zu schweben. Als matt schimmerndes Band erhebt sich die Milchstraße zwischen dem Schützen und Skorpion am Südhorizont hoch über unsere Köpfe bis zum Horizont in nordwestlicher Richtung. Zwischen dem Großen und dem Kleinen Wagen schlängelt sich der Drache.
Am Planetenhimmel gibt es Abwechslung! Venus ist zwar als heller Planet am Abendhimmel noch immer unübersehbar, ihre Sichtbarkeitsdauer verkürzt sich aber erheblich. Auch Mars und Saturn verabschieden sich vom Abendhimmel. Dafür geht Jupiter zeitiger auf, im Juli ist er bereits vor Mitternacht zu beobachten.
Am 16. Juli 2010 ergibt sich um 23 Uhr, knapp über dem westlichen Horizont eine sehr schöne Konstellation. Die Planeten Venus, Mars und Saturn stehen gemeinsam mit dem zunehmenden Mond am Himmel.
Die Mondphasen
Letztes Viertel: 4. Juli
Neumond: 11. Juli
Erstes Viertel 18. Juli
Vollmond: 26. Juli
Die Sternkarte zeigt den Anblick des Sternenhimmels zur Monatsmitte über Norddeutschland gegen 24 Uhr.
Die aktuellen Sichtbarkeiten heller Satelliten in Wolfsburg finden Sie hier.
Text: Dirk Schlesier

Im Monat August verbringt unsere Sonne spürbar weniger Zeit über dem Horizont als noch im Vormonat. Am 1. August geht die Sonne kurz vor 6 Uhr auf und gegen 21 Uhr unter. Am Monatsletzten erfolgt der Sonnenaufgang eine halbe Stunde später. Bereits um 20 Uhr verlässt die Sonne dann die Himmelsbühne. Ihre Mittagshöhe verringert sich um 10 Grad auf nur noch 50 Grad.
Obwohl die Tage wieder kürzer werden, ergeben sich gute Beobachtungsbedingungen erst gegen Mitternacht. Dann steht das ausgedehnte Sommerdreieck hoch über uns. Vega im Sternbild Leier leuchtet besonders hell, sie ist der hellste Stern am Sommerhimmel. Der zweite Stern im Dreieck ist Atair im Adler, der dritte Stern wird Deneb genannt. Deneb gehört zum Schwan, der mit ausgebreiteten Flügeln die Milchstraße entlang fliegt. Die Milchstraße spannt einen sternenreichen Bogen, der im Süden aufsteigt und sich hoch über uns ergibt. Die Sternbilder Schütze, Adler und Schwan liegen in der Milchstraße, die im Norden auch durch Kepheus und die Kassiopeia verläuft.
In südöstlicher Richtung schließt sich das große Pegasus-Viereck an, während im Westen der Stern Arktur im Bärenhüter durch seine rötliche Farbe auf sich aufmerksam macht.
Die Planeten Mars und Saturn stehen am Abendhimmel noch knapp über dem Horizont und werden im Laufe des Monats für uns unsichtbar. Venus ist auch am Abendhimmel vertreten, sie fällt durch ihre große Helligkeit auf. Noch vor Mitternacht steigt Jupiter empor. Seine Aufgänge verfrühen sich bis Monatsende merklich auf 21 Uhr.
Mitte August ist Sternschnuppenzeit. Zwischen dem 10. und 14. August können viele Sternschnuppen gesichtet werden, dann durchfliegt die Erde den Meteorstrom der Perseiden.
Die Mondphasen
Letztes Viertel: 3. August
Neumond: 10. August
Erstes Viertel: 16. August
Vollmond: 24. August
Die Sternkarte zeigt den Anblick des Sternenhimmels zur Monatsmitte über Norddeutschland gegen 24 Uhr.
Die aktuellen Sichtbarkeiten heller Satelliten in Wolfsburg finden Sie hier.
Text: Dirk Schlesier


