zum Vergrößern der Sternkarte, bitte auf das kleine Bild klicken
Planetenparade am Sternenhimmel

 

Im Februar erreicht unsere Sonne zur Mittagszeit eine Höhe 30 Grad über den Horizont. Damit vergrößert sich auch ihr Tagbogen und sie geht am Monatsende schon kurz nach 7 Uhr auf. Um 18 Uhr verlässt sie den Tageshimmel eine ganze Stunde später als noch zu Monatsbeginn.
Die Erde braucht für eine Runde um die Sonne ein Jahr, das sind genau 365 Tage, 5 Stunden und 45,22 Minuten. Da unser Kalender in den vergangenen drei Jahren nur 365 Tage zählte, ist es Zeit die Differenz auszugleichen. Das geschieht mit dem Schalttag, dem 29. Februar. Er wird in diesem Jahr eingefügt.

Den abendlichen Sternenhimmel beherrschen noch immer die Figuren des Winters. Hoch im Süden steht Orion mit seinen drei unverwechselbaren Gürtelsternen, dicht gefolgt vom Großen Hund, dessen Hauptstern besonders auffällt. Sirius ist der hellste Stern und funkelt bei großer Luftunruhe in den unterschiedlichsten Farben. Im Sternbild Stier, östlich vom Orion, entdeckt man die Plejaden. Dieser Sternhaufen erinnert an den Kleinen Wagen. Diese Sternenfigur steht jedoch an anderer Stelle, nämlich stets im Norden. Zu den Plejaden gehören junge Sterne, ihr bläuliches Licht weist auf das noch geringe Sternenalter von nur wenigen Millionen Jahren hin. Oberhalb des Stiers steht der Fuhrmann. Weiter östlich trifft man auf die Zwillinge mit den etwa gleichhellen Sternen Kastor und Pollux. Weiter in Richtung Horizont stößt man auf den Stern Prokyon im Kleinen Hund, gemeinsam mit dem Großen Hund begleitet er den Himmelsjäger Orion.

Im Laufe der Nacht erscheinen die ersten Frühlingsboten. Der Löwe klettert mit jedem Tag weiter den Sternenhimmel hinauf. Der rote Planet Mars ist momentan zu Gast im Löwen.

Neben dem Mars sind Ende Februar alle mit bloßem Auge sichtbaren Planeten zu sehen. Allerdings bedarf es Geduld und Ausdauer. Jupiter und die strahlend helle Venus sind am Abend sichtbar. Am Monatsende gesellt sich Merkur dazu. Ihn zu beobachten wird eine Herausforderung. Er zeigt sich stets nur in Horizontnähe. Im Laufe der Nacht tauchen erst Mars und später der Ringplanet Saturn auf.

Die Mondphasen


Vollmond:                   07. Februar
Letztes Viertel:          14. Februar
Neumond:                  21. Februar


Die Sternkarte zeigt den Anblick des Sternenhimmels über Norddeutschland zur Monatsmitte gegen 20 Uhr.

www.planetarium-wolfsburg

Die aktuellen Sichtbarkeiten heller Satelliten in Wolfsburg finden Sie hier.

Text: Dirk Schlesier 

zum Vergrößern der Sternkarte, bitte auf das kleine Bild klicken
2012 ist das Jahr der Venus!

 

Nach der Wintersonnenwende im Dezember nimmt die Tageslänge langsam zu. Im Monatsverlauf ändern sich die Auf- und Untergangszeiten der Sonne um eine halbe Stunde. Am letzten Tag im Januar geht sie um 8 Uhr auf und um 17 Uhr unter. Die Mittagshöhe der Sonne erreicht dann mehr als 20 Grad.

Am 5. Januar hat unsere Erde mit 147 Millionen Kilometern den geringsten Abstand zum Zentralgestirn.

Bereits mit bloßem Auge kann man am Winterhimmel auf Entdeckungsreise gehen. Hoch am Firmament stehen die hellsten Sterne des gesamten Jahres. Sirius im Sternbild Großer Hund ist der hellste Stern. Gemeinsam mit dem Kleinen Hund und dessen Hauptstern Prokyon verfolgt der Große Hund Orion, den mächtigen Himmelsjäger. Drei Gürtelsterne des Orion stehen in einer Reihe und machen so auf sich aufmerksam. Darunter erkennt man ein nebeliges Fleckchen. Es ist der ausgedehnte Orionnebel, ein gigantisches Sternentstehungsgebiet. Einen schönen Farbkontrast bilden der bläuliche Fußstern Rigel und der rote Stern Beteigeuze in der vom Beobachter aus gesehenen linken Schulter. Auch das Stierauge Aldebaran leuchtet rot, ein Hinweis auf sein fortgeschrittenes Alter. Die Plejaden werden oftmals als das Stierherz oder als kleiner Wagen gedeutet. Tatsächlich bilden die Plejadensterne eine Ansammlung von vergleichsweise jungen Sternen, die sehr hell leuchten. Oberhalb des Stiers strahlt Kapella im Fuhrmann. Weiter östlich schließen sich die Zwillinge an. Mit vorangeschrittener Zeit geht mit dem Löwen bereits ein Frühlingsvorbote auf. Hier hält sich der rote Planet Mars auf.

Die Planeten sind zum Jahresbeginn zahlreich vertreten. Am Abendhimmel strahlt zunächst die helle Venus. Sie geht im Januar immer später unter und steht am 26. Januar sehr nah am zunehmenden Mond, was uns einen sehr schönen Anblick bieten wird. Im Juni des Jahres wird sich Venus vor unsere Sonne bewegen und wir können dann eine Sonnenfinsternis im „Miniformat“ erleben. Solche ein sogenannter Venustransit ist ein seltenes Himmelsereignis.

Neben Venus ist auch der helle Jupiter am Abendhimmel vertreten. Der Ringplanet Saturn zeigt sich hingegen erst am Morgenhimmel.

Die Mondphasen

 
Erstes Viertel:     01. Januar
Vollmond:            09. Januar
Letztes Viertel:   16. Januar
Neumond:           23. Januar
Erstes Viertel:     31. Januar

Die Sternkarte zeigt den Anblick des Sternenhimmels über Norddeutschland zur Monatsmitte gegen 20 Uhr.

www.planetarium-wolfsburg

Die aktuellen Sichtbarkeiten heller Satelliten in Wolfsburg finden Sie hier.

Text: Dirk Schlesier