101 Jahre Schwarze Löcher: Schwarzschilds folgenreiche Formel

Dr. Markus Pössel, Heidelberg

MITTWOCH, 25. JANUAR, 19 UHR


Vor hundert Jahren legte der Astrophysiker Karl Schwarzschild der Preußischen Akademie der Wissenschaften zwei Artikel vor, die das Gravitationsfeld kugelsymmetrischer Himmelskörper beschreiben. Wirklich verstanden haben die Physiker diese Formeln erst in den nachfolgenden mehr als 50 Jahren: Schwarzschild hatte, ohne es zu wissen, das beschrieben, was wir heute Schwarze Löcher nennen. Der Vortrag zeichnet die Geschichte der (erst theoretischen, dann praktischen) Entdeckung Schwarzer Löcher nach, vom Januar/Februar 1916 bis in die Jetztzeit.

Altersempfehlung ab 12 Jahren

Dauer der Veranstaltung ca. 60 Minuten.

Zwölf Monate auf dem simulierten Mars

Dr.-Ing. Christiane Heinicke, Ilmenau

MITTWOCH, 8. FEBRUAR, 19 UHR


Eine Reise zum Mars scheint heute zum Greifen nahe. Doch wie fühlt es sich eigentlich an, weit entfernt von der Heimat in einer Umgebung zu leben, die man nur im Schutzanzug betreten kann?

Mit seinen Begleitern auf engstem Raum eingeschlossen zu sein, aber gleichzeitig isoliert vom Rest der Menschheit? Die Vortragende hat diese Bedingungen am eigenen Leib in der Forschungsstation HI-SEAS erfahren und wird von ihrem "normalen" Alltag dort berichten – und von nicht ganz so alltäglichen Erlebnissen.

Altersempfehlung ab 12 Jahren

Dauer der Veranstaltung ca. 60 Minuten.

Die Astronomie und Astrologie der Lutherzeit

Prof. Dieter B. Herrmann, Berlin

MITTWOCH, 29. MÄRZ, 19 UHR

Martin Luther und seine Reformation sind in aller Munde. Doch der große Reformator und Bibelübersetzer lebte fast zeitgleich mit einem der bedeutendsten Astronomen der Geschichte. Luther war nur zehn Jahre jünger als Nicolaus Copernicus, der das überkommene geozentrische Weltbild stürzte und überlebte ihn nur um drei Jahre. Luther und Copernicus waren also Zeitgenossen. Wie kam es zu dieser Revolution in der Astronomie und wie stand Martin Luther dazu? Die Begegnung von Wissenschafts- und Geistesgeschichte war spannungsgeladen und macht zugleich deutlich, dass Luthers Intentionen völlig andere gewesen sind als die von Copernicus – beide überzeugte Christen. Wie standen die Kirchenreformatoren zu Astronomie und Astrologie?

Der Vortrag untersucht einen wenig thematisierten Aspekt der Luther-Zeit und bringt spannende Erkenntnisse.

Der Referent war von 1976 bis 2004 Direktor der Archenhold-Sternwarte Berlin und von 1987 bis 2004 auch Gründungsdirektor des Zeiss-Großplanetariums sowie Honorarprofessor an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er wurde auch als Moderator der populärwissenschaftlichen Fernsehsendung „AHA“ des DDR-Fernsehens (1977 – 1991) bekannt.

Altersempfehlung ab 12 Jahren

Dauer der Veranstaltung ca. 60 Minuten.

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