Grün-blaue Sonnenuntergänge und andere chemische Marsgeschichten

Prof. Dr. Franz Renz, Leibniz Universität Hannover, Institut für Anorganische Chemie

MITTWOCH, 12. OKTOBER, 19 UHR


Warum sind Sonnenuntergänge auf dem Mars nicht rot, sondern scheinen grün-blau? Was gibt es auf dem „roten Planeten“ sonst noch zu entdecken?

Prof. Franz Renz von der Leibniz Universität Hannover klärt nicht nur diese Fragen, sondern spricht auch über die nur 140 Zentimeter großen Mars Exploration Rover Spirit und Opportunity, die seit 2004 die Marsoberfläche für uns untersuchen und von Sonnenenergie leben.

Wie bei einem menschlichen Geologen besitzen Spirit und Opportunity einige Geräte zur Untersuchung des Marsgesteins mit dabei. Zwei davon stammen aus Deutschland und sind am robotischen Arm montiert. Sie spüren Mineralien auf - wie beispielsweise den Jarosit, der nur im flüssigen Wasser wächst und somit den Beweis liefert, dass der Mars einmal ein blauer Planet war.

Altersempfehlung ab 12 Jahren

Dauer der Veranstaltung ca. 60 Minuten.

Vortrag zum 20jährigen Jubiläum des Starmaster-Sternenprojektors

Dr. Martin Wiechmann, Carl ZEISS Jena

MITTWOCH, 19. OKTOBER, 18:30 UHR


Der Sternenprojektor "Starmaster" ist das Herzstück des Planetariums und wir feiern seinen Geburtstag. Seit 20. Jahren holt er in Wolfsburg den Himmel auf Erden und hat kein bisschen an Glanz verloren! Im Gegenteil, denn in Kombination mit der digitalen Technik ist der Sternenprojektor ein noch größeres Erlebnis als noch vor 20 Jahren. In dem Vortrag wird das Wunderwerk "Starmaster-Technik" näher vorgestellt.

Diese Veranstaltung ist kostenfrei.

Altersempfehlung ab 12 Jahren.

Dauer der Veranstaltung ca. 60 Minuten.

 

Weltraumteleskope – Entdeckungen im unsichtbaren Universum

Prof. Dr. Dietrich Lemke, Max-Planck-Institut für Astronomie, Heidelberg

MITTWOCH, 9. NOVEMBER, 19 UHR


Vor 200 Jahren entdeckte Joseph Fraunhofer im Kloster Benediktbeuern die dunklen Linien im Spektrum der Sonne und anderer Sterne. Er nutzte sie fortan bei der Herstellung besserer Gläser für seine berühmten Fernrohre. Erst vierzig Jahre später gelang es Robert Bunsen und Gustav Kirchhoff in Heidelberg die Natur der fraunhoferschen Linien zu verstehen:

Es sind die Fingerabdrücke der chemischen Elemente in der Sonne. Zeitgleich wurde die Rot- oder Blau-Verschiebung der Fraunhofer-Linien durch die Bewegung der kosmischen Quellen von uns weg oder auf uns zu durch den nach Christian Doppler benannten Effekt entdeckt. Damit begann die astrophysikalische Eroberung des Universums, auf der unser modernes Weltbild beruht.

Altersempfehlung ab 12 Jahren.

Dauer der Veranstaltung ca. 60 Minuten.

Die Wiege der Sterne - Sternentstehung im Orion und anderswo

Dr. Carolin Liefke, Haus der Astronomie Heidelberg

MITTWOCH, 7. DEZEMBER, 19 UHR


Der Orionnebel gehört sicherlich zu den bekanntesten und auch immer wieder gern im Fernrohr gezeigten Himmelsobjekten. Auf den ersten Blick sehen wir nur helle Nebelwolken, zum Leuchten gebracht von einem Trapez aus heißen jungen Sternen.

Aber bei näherem Hinsehen verbergen sich dort noch hunderte, wenn nicht tausende weitere Sterne, die gerade erst „geboren“ wurden. Mit Hilfe der Infrarot- und Röntgenastronomie können wir sie aufspüren, und die Sternentstehung in solchen kosmischen Kinderstuben beinahe live verfolgen und dabei lernen, wie Sterne und ihre Planeten entstehen.

Altersempfehlung ab 12 Jahren

Dauer der Veranstaltung ca. 60 Minuten.

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